
Politik gilt oft als langatmig, schwerfällig und kompliziert. Ich möchte deshalb an dieser Stelle versuchen, sie mit kurzen und kompakten Antworten auf häufig gestellte Fragen zu informieren.


Geburtsname?
Rosenberger
Zweiter Vorname?
Beate (bedeutet "Die Glückliche")
Wohnort?
Marktredwitz
WG?
In Berlin lebe ich mit einer befreundeten Abgeordneten, Gabi Fograscher aus Nördlingen zusammen. Zwei Frauen, zwei Politikerinnen, auf 60 qm, das klappt erstaunlich gut...
Hobbys?
Auf jeden Fall das Reiten. Meine Schwiegertochter Caro brachte mich vor zehn Jahren in den Sattel. Wenn ich sonst Zeit aufbringe, male und töpfere ich leidenschaftlich gerne.

Heimat?
An meiner Heimat Hochfranken schätze ich neben der wunderschönen Natur vor allem die Geradlinigkeit und Ehrlichkeit der Menschen.
Entspannung?
Ist für mich oft einfach freie Zeit. Mal die Seele in meinem Garten baumeln lassen. Daneben bin ich natürlich einer schönen Sauna, gerade bei stürmischem Wetter, nicht abgeneigt.
Urlaub?
In Hochfranken kann man sich super erholen. Wenn es weiter weggehen soll, dann reizt mich Asien.
Lebensmotto?
Ziele setzen um dann Wege zu finden.
Träume?
Einfach mehr Zeit haben.
Lieblingsbuch?
Sämtliche Krimis von Elizabeth George.
Lieblingsgericht?
Klassisch fränkisch - Klos mit Soß!
Lieblingsgetränk?
Frisch gepresste Säfte
Lieblingsmusik?
Mozart
Lieblingstiere?
Mein Herz hängt natürlich an Pferden und an meinem Mischlingshund Flo.



Berlin?
Die Stadt pulsiert einfach. Ich genieße das Großstadtleben richtig. Leider kann ich das ungeheure Angebot der Stadt nicht mal annähernd nutzen.
Traumjob?
Ehrlichkeit siegt! Nein, Abgeordnete zu sein ist nicht mein Traumjob. Allerdings ist es sehr spannend und vielseitig. Ich schätze vor allem das hohe Maß an Verantwortung.
Warum SPD?
Hier habe ich einfach 1990 meine Heimat gefunden. Entscheidend sind für mich die soziale Komponente und der ökologische Aspekt.
Welche Schwierigkeiten gibt’s?
Na ja, richtige Schwierigkeiten tauchen eigentlich nicht auf. Obwohl es schon noch ein paar verbohrte Männer (Machos) unter den Abgeordneten gibt.
Büro?
Der Blick über die Spree ist einfach Luxus pur.
Mein Alltag?
Ich habe ja kurze Antworten versprochen. Terminhopping, Sitzungsleitungen, Entscheidungen treffen. Einfach ständig auf Achse zu sein.
Meine Mitarbeiter?
Einfach ein Spitzenteam, sowohl im beruflichen, als auch im privaten Bereich. Sie unterstützen und beraten mich offen und kritisch. Mehr unter der Rubrik „Büro und Mitarbeiter“.
Politische Freunde in Berlin?
Eigentlich komme ich mit den meisten Abgeordneten gut klar, egal, welcher Fraktion sie angehören. Leider hat man viel zu selten Zeit für persönliche Gespräche. Trotzdem haben sich in den letzten zwölf Jahren natürlich enge Freundschaften entwickelt, die ich nicht missen möchte. Zu meinen engsten Vertrauten hier in Berlin zählt meine WG-Partnerin Gabi Fograscher, die Vorsitzende des Verteidigungsausschusses Susanne Kastner, Iris Gleicke, die den gleichen Job macht wie ich und das außenpolitische Schwergewicht Johannes Pflug.
Parlamentarische Geschäftsführerin?
Ein bisschen vermiss ich die Ausschussarbeit schon. Doch als mich die Seeheimer 2004 gefragt haben, sah ich sowohl eine Chance, als auch ein riesige Herausforderung in der neuen Arbeit.
Vorsitzende der deutsch-tschechischen Parlamentariergruppe?
Die Deutsch-Tschechischen Beziehungen zu fördern ist für mich eine Lebensaufgabe, meine Leidenschaft. Leider spreche ich selbst nur 10 Wörter tschechisch.
Ältestenrat?
Eine Ehre, diesem Gremium anzugehören.



Unsere Stärken?
Da fallen mir dutzende ein. Ganz klar an Nummer eins sind die tollen und fleißigen Menschen vor Ort.
Unsere Probleme?
Richtig zu schaffen macht uns der Strukturwandel, der Niedergang von Porzellan und Textil.
Bisher geschafft?
Das wir eben diesen Strukturwandel ohne große Brüche in Angriff genommen haben.
Meine Ziele?
Sind natürlich vielseitig. Insgesamt soll sich unsere Region positiv entwickeln. Ich würde mir auch wünschen, dass ein bisschen mehr Stolz herrscht. Denn es ist einfach schön, aus Hochfranken zu stammen und dort zu leben.
Neue Bundesländer?
Ich finde, dass wir stolz darauf seien können, was seit der Wiedervereinigung passiert ist.
IDOR?
Der Förderverein Deutsch-Tschechisches Informations- und Dokumentationszentrum zur regionalen Zusammenarbeit IDOR e.V. hilft dabei, näher zusammenzuwachsen.
FH Hof?
Einfach ein Vorzeigeobjekt mit viel Potenzial, junge Menschen anzulocken und in der Region zu halten.
Wirtschaft Hochfranken?
Viel besser als ihr Ruf; wir haben einige High-Tech-Unternehmen, deren Bekanntheit aber leider noch nicht so in der Bevölkerung verankert ist.
Junge Menschen?
Brauchen wir ganz dringend in Hochfranken. Sie müssen ihre Chance hier suchen können.
Ältere Menschen?
Hochfranken ist eine ideale Region für Ältere. Aber insgesamt geht es nicht um jung oder alt, sondern ums Miteinander!!!
Infrastruktur?
Insgesamt sehr gut, auch wenn’s noch Baustellen gibt.



Für mich wichtig?
Ganz klassisch: Freiheit, Solidarität und Gerechtigkeit. Ich bin allerdings stolz, dass wir wieder voll regierungsfähig sind und so Deutschland in dieser schwierigen Zeit gestalten können.
Vorbilder?
Willy Brandt!
BayernSPD?
Einfach eine große Herausforderung gegenüber der CSU.
Seeheimer?
Wir sind nicht die strikten Konservativen in der SPD! Wir wollen Realpolitik betreiben und sind dabei sehr offen für unterschiedliche Strömungen.
Gerhard Schröder?
Ich war/bin ein bekennender Fan von ihm und kenne ihn auch persönlich.
Gefahr von rechts?
Die müssen wir vehement bekämpfen!
Politikverdrossenheit?
Eine riesige Herausforderung, dagegen anzukämpfen. Und zwar für die ganze Gesellschaft, insbesondere mit Hilfe der Medien!
Zukunft?
Wir in der SPD haben eine stolze Vergangenheit, auf die wir aufbauen müssen. In der Zukunft muss es für uns darum gehen, wieder mehr auf die Menschen einzugehen und diese von unserem Weg zu überzeugen.


Das Plenum wirkt immer leer oder höchstens zur Hälfte gefüllt…
Zugegeben, der Eindruck täuscht nicht. Anwesend sind eigentlich immer die Fachpolitiker. Ausnahme sind wichtige Debatten und Abstimmungen. Und der Grund dafür ist auch ganz einfach: Wenn ich 12h und mehr im Plenum sitzen würde, hätte ich ja keine Zeit mehr für die eigentliche Arbeit in den Ausschüssen…
Nur 21 bis 22 Sitzungswochen pro Jahr, die Abgeordneten haben ja mehr frei als Schüler…
Sitzungsfrei in Berlin heißt: Der Wahlkreis ist an der Reihe. Eine Rede hier, ein Termin da und natürlich die Arbeit im Büro vor Ort. Effektiv habe ich im Jahr 3 Wochen richtig frei. Aber ich bin ja auch keine Schülerin mehr und die Arbeit macht mir Spaß!
Nach den Debatten geht’s immer gleich heim…
Nein, das stimmt so auch nicht! Denn dann folgt oft die Arbeit im Büro bzw. gerade abends finden oft Sitzungen oder Veranstaltungen statt. Beispiele hierfür sehen Sie unter der Rubrik „Arbeit in Berlin“.
Die werden mit ihrer Arbeit schnell reich…
Es ist sicher nicht so, dass Bundestagsabgeordnete am Armentuch nagen. Ich bin aber der festen Überzeugung, dass wir für den Zeitaufwand (zirka 70-80h pro Woche) und die Arbeit, die wir leisten, angemessen bezahlt werden. Mehr zu diesem und dem nächsten Punkt unter der Rubrik "Biographie".
Und auch sonst haben die nur Vergünstigungen…
Ich persönlich habe keine weiteren Einkünfte. Die Kostenpauschale und die Mitarbeiterpauschale will und darf ich natürlich NICHT für andere Sachen verwenden.
Im Wahlkreis lassen sie sich auch nie blicken…
Das Vorurteil würde stimmen, aber nur, wenn man sagen würde: „im ganzen Wahlkreis“. Denn zerteilen kann ich mich nun mal nicht. Trotzdem versuche ich natürlich, Hochfranken flächendeckend zu bedienen und möglichst an vielen Orten präsent zu sein..
Wegen dem Fraktionszwang ist der Einzelne eh unwichtig…
Ein klares NEIN! Denn der Einzelne kann immer seine Meinung äußern, diese einbringen und so Einfluss nehmen. Klar ist aber natürlich auch, dass es innerhalb einer Fraktion ohne eine gewisse Disziplin nicht geht. Denn dann wäre keine Politik möglich.
Der/die Abgeordnete ist sowieso nicht für mich da…
Dazu nur eins: Sie können mich bzw. meine Mitarbeiter jederzeit erreichen! Und das hier in Berlin, in Hof und in Marktredwitz. Am besten auf den Postweg oder per Mail, wobei auch telefonisch kein Problem ist. Ich und mein Team versprechen: wir antworten garantiert!


Abgeordnete?
Abgeordnete sind die Vertreter der Bürgerinnen und Bürger. Sie werden in freien, gleichen und geheimen Wahlen für eine bestimmte Zeit gewählt. Sie sollen im Parlament die Interessen ihrer Wählerinnen und Wähler vertreten und möglichst in deren Sinne entscheiden.
Aufgaben?
Zu den wichtigsten Aufgaben des Bundestages gehören die Wahl des Bundeskanzlers oder der Bundeskanzlerin, die Kontrolle der Regierung, die Gesetzgebung, die Mitwirkung bei der Wahl des Bundespräsidenten und die Wahl der Richter am Bundesverfassungsgericht.
Ausschüsse?
Für jedes Sachgebiet gibt es im Bundestag einen Ausschuss. Dort wird die inhaltliche Arbeit im Gesetzgebungsverfahren gemacht.
Nach der ersten Lesung gibt der Bundestag Gesetzesentwürfe zur Überprüfung in die zuständigen Ausschüsse. Dort werden dann die Einzelheiten beraten und Sachverständige befragt.
Der Ausschuss spiegelt die Mehrheitsverhältnisse des Bundestags wieder. Jede Fraktion teilt ihre Abgeordneten den Ausschüssen zu. Wer in welchen Ausschuss kommt hängt meistens von dem Interessengebiet und der Ausbildung der Abgeordneten ab: Zum Beispiel ist ein Jurist im Rechtsausschuss gerne gesehen.
Ältestenrat?
Dem Ältestenrat gehören der Bundestagspräsident, seine Stellvertreter und 23 Abgeordnete an, die von den Fraktionen benannt werden, u. a. meine Person. Sie müssen aber trotz des Namens nicht die ältesten Mitglieder des Bundestags sein. Der Ältestenrat plant die Termine der Bundestagssitzungen, vermittelt bei Unstimmigkeiten und unterstützt den Bundestagspräsidenten bei der Führung seiner Geschäfte.
Fraktionen?
Eine Fraktion ist der Zusammenschluss von Abgeordneten einer Partei in einem Parlament. Es gibt aber auch Fraktionsgemeinschaften, zum Beispiel die CDU/CSU-Fraktion.
Frauenanteil?
195 der 613 Abgeordneten sind weiblich, das entspricht einen Anteil von 31,8 %.
Gesetzgebung?
Die Gesetzgebung ist die Kernaufgabe des Bundestags. Im Bundestag finden drei Beratungen („Lesungen“) über Gesetzentwürfe statt.
In der 1. Lesung, der so genannten Grundsatzdebatte, wird der Gesetzesentwurf vorgestellt und die Abgeordneten sagen dazu allgemein ihre Meinung. Dann wird der Gesetzentwurf zur genaueren Überprüfung an die zuständigen Ausschüsse des Bundestages geleitet. Dort werden Einzelheiten beraten und Sachverständige befragt.
In der 2. Lesung im Parlament berichten die Mitglieder des Ausschusses über die Ergebnisse ihrer Sitzung. Meistens werden Änderungsvorschläge vorgetragen.
In der 3. Lesung kommt es noch einmal zur Aussprache über das Gesetz. Das Für und Wider wird erörtert, vielleicht gibt es weitere Änderungen.
Dann kommt es zur Schlussabstimmung. Wenn die Mehrheit der anwesenden Abgeordneten dem Gesetz zugestimmt hat, ist das Gesetz im Bundestag „verabschiedet“.
Es gibt auch Gesetze, denen nach dem Bundestag auch der Bundesrat zustimmen muss. Dies sind so genannte Zustimmungsgesetze. Dazu gehören alle Gesetze, die die Angelegenheiten der Bundesländer besonders betreffen.
Am Ende muss ein Gesetz noch vom Bundespräsidenten auf seine Verfassungskonformität geprüft werden. Sobald diese Prüfung positiv abgeschlossen ist, unterzeichnet der Bundespräsident das Gesetz.
Mit der anschließenden Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt ist das Gesetz gültig.
Landesgruppen?
Die Abgeordneten bilden innerhalb der Fraktion zusätzlich Landesgruppen. Ihnen gehören Abgeordnete der gleichen Partei und aus dem gleichen Bundesland an. Die Landesgruppe trifft sich regelmäßig, um über Themen zu diskutieren, die für das jeweilige Bundesland wichtig sind. Beispielsweise gibt es eine SPD-Landesgruppe Bayern, die zur Zeit aus 24 Mitgliedern besteht.
Überhangmandat?
Ein Teil der Abgeordneten im Parlament wird mit der Erststimme direkt gewählt, der andere Teil wird von den Parteien bestimmt (Landesliste) und zwar entsprechend der Zahl der Zweitstimmen, die diese Partei bekommen hat. Es kann vorkommen, dass für eine Partei mehr Direktkandidaten ins Parlament gewählt werden, als dieser Partei nach den Zweitstimmen eigentlich zustehen. Dies sind die so genannten Überhangmandate.
Wehrbeauftragte?
Der Wehrbeauftragte, z. Z. Reinhold Robbe, ist eine vom Bundestag für fünf Jahre gewählte Person, die 1) den Soldaten als Ansprechpartner für Beschwerden und 2) dem Dt. Bundestag (als dessen Unterorgan) für die parlamentarische Kontrolle der Bundeswehr zur Verfügung steht.
